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Bamberg/Onna. Ab Freitag 26.06.2009 wird das THW-Expertenteam, das seit Mai in Onna (Abruzzen/Italien) im Einsatz ist, von einem Helfer des THW Bamberg verstärkt. Marco Wittmann, Zugführer des 2. Technischen Zuges in Bamberg reist mit weiteren 6 Helfern des THW (Technisches Hilfswerk) in das Katastrophengebiet nach Italien. Bereits zum fünften Mal seit Anfang Mai löst das THW nunmehr seine Mannschaft in den Abruzzen ab und bleibt somit für die dortige Bevölkerung eine große Hilfe.
Marco Wittmann, gelernter Ofen-und Luftheizungsbauermeister, wird im Rahmen dieses Einsatzes als Fachkundiger für den Bereich Infrastruktur, Elektro und Wasser eingesetzt werden. Der 30-jährige ehrenamtliche THWler aus Raum Bad Staffelstein wird für ca. 2-3 Wochen im Katastrophengebiet der dort leidgeprüften Bevölkerung helfen ihre Grundbedürfnisse wie fließendes Wasser, Stromversorgung und Unterkünfte wieder herzustellen. Auch noch nach über drei Monaten versuchen die Helfer das Hab und Gut der Bewohner zu bergen. Gleichzeitig vertiefen sie die Zusammenarbeit mit den italienischen Behörden.
Das italienische Dorf Onna wurde in Folge des Erdbebens in den Abruzzen in
der Nacht vom 5. auf den 6. April 2009 um 2.32 Uhr von einem Erdbeben der Stärke 6,3 auf der Richterskala nahezu vollständig zerstört. Seit
Anfang Mai ist das THW als einzige internationale Hilfsorganisation im
Rahmen eines Projektes des Auswärtigen Amtes in Onna. Das THW steht über den
Landesverband Bayern seit Jahren im engen Kontakt mit dem italienischen
Bevölkerungsschutz.
Am Montag (15.06.2009) war der Bundesverkehrsminister vor Ort und hat dem THW
Mittel für ein mögliches Projekt in Aussicht gestellt. Voraussichtlich
werden ab Mitte Juli weitere THW-Kräfte nach Onna entsandt. Sie sollen sich
an den Aufräum- und Wiederaufbaumaßnahmen beteiligen. Neben der Bergung von
Privat-, Sach- und Kulturgütern, dem Abtragen von Gebäudeteilen und Trümmern
sollen die THW-Helfer mit Abstützmaßnahmen noch zu erhaltende Gebäudeteile
sichern. Darüber hinaus sollen sie historische Fassaden mit Fenster- und
Türportalen bergen, so dass später das Dorfbild wiederhergestellt werden
kann.
Die historische Bedeutung Onnas ist bekannt. (Im 2. Weltkrieg wurden hier
16 Dorfbewohner darunter ein Kind durch deutsche Besatzer erschossen und
mehrere Häuser gesprengt.) Gerade deshalb fühlt sich das THW geehrt, dass
der italienische Zivilschutz eine staatliche deutsche Organisation dorthin
eingeladen hat.
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